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Ein Fragebogen erhebt mehrsprachige Unterrichtsaktivitäten an Südtirols Schulen

19 May 2021

Im Fokus des Projekts SMS 2.0 stehen die Erfahrungen und Bedürfnisse der Lehrkräfte

Wie groß das Interesse der Lehrerschaft am Thema Mehrsprachigkeit ist, beweisen die nahezu 10.000 Workshop-Stunden, die Linguistinnen von Eurac Research in den letzten Jahren an Südtirols Schulen gehalten haben. Mit Mehrsprachigkeit setzen sich Menschen, die unterrichten, nämlich tagtäglich auseinander: Von 2012 bis 2018 hat das Projekt „SMS – Sprachvielfalt macht Schule“ erhoben, dass in einer Klasse neben Deutsch, Italienisch und Ladinisch bis zu 20 Sprachen und Sprachvarianten (einschließlich Dialekte) verwendet werden. Dieses Potenzial wird jedoch nicht immer ausgeschöpft. Aus diesem Grund haben die Linguistinnen beschlossen, die Forschung in diesem Bereich fortzusetzen und ihr Hauptaugenmerk auf die Erfahrungen und Bedürfnisse der Lehrpersonen zu richten, die im mehrsprachsprachigen Kontext unterrichten. Gestartet wird in diesen Wochen mit einer Umfrage, die sich an über 5.000 Lehrerinnen und Lehrer aller Unterrichtsfächer und Schulstufen in Südtirol richtet. „Im Alltag werden bereits mehrsprachige Unterrichtsmethoden eingesetzt: Schülerinnen und Schüler lesen etwa Texte in ihrer Muttersprache, beispielsweise Albanisch oder Farsi, und diskutieren dann darüber in der jeweiligen Unterrichtssprache“, erklären Marta Guarda und Sabrina Colombo, die Linguistinnen, die den Fragebogen ausgearbeitet haben. „Diese Erfahrungen möchten wir erstmals ausführlich erheben – nicht nur zu Forschungszwecken, sondern vor allem, um Unterrichtsmaterialien bestmöglich an die konkreten Bedürfnisse der Schulen anzupassen.“
Das Ausfüllen des Fragebogens nimmt in etwa eine halbe Stunde in Anspruch, wobei die Teilnehmerinnen und Teilnehmer aufgefordert sind, ihre Erfahrungen mit nicht unterrichteten Sprachen zu beschreiben, sowie eventuelle Schwierigkeiten, Beweggründe und Widerstände anzugeben. Die ausgewerteten Ergebnisse der Fragebögen werden im Herbst veröffentlicht. Bereits bestehendes Unterrichtsmaterial der Forscherinnen finden Sie hier.

Mehrsprachigkeit und Diversität in Südtirols Schulen

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