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Solarenergie und hochmoderne Seilbahnen

Zusammen mit dem Unternehmen Leitner bewerten Forscher, wie man Photovoltaik am besten in Aufstiegsanlagen integrieren kann.

21 April 2021

Seilbahnen und Sessellifte sind heute hochtechnologisch: Beheizbare Sitze, Monitore, Touchscreen und Computer, um Informationen in Echtzeit und Infotainment anzubieten, ausgestattet mit elektronischen Systemen im lückenlosen Dauerbetrieb sowie mit Enteisungs-Mechanismen. Das alles erfordert Energie. Seit einigen Jahren arbeiten die Hersteller daran, diese Systeme mit Solarenergie zu betreiben. Doch in den Bergen ist das kein leichtes Unterfangen: Widrige Wetterbedingungen, schwere Schneelasten und knappe, oft ungünstige Flächen sind zu berücksichtigen, um die Photovoltaikmodule zu integrieren.

„Eine Photovoltaik-Anlage kann natürlich nicht die gesamte Aufstiegsanlage mit Strom versorgen, aber sie kann einen Teil des Energiebedarfs der Station und der Kabinen abdecken und bietet so eine wertvolle Unterstützung, falls es zu einer Unterbrechung der Hauptenergiequelle kommt”, erklärt Laura Maturi, Ingenieurin am Institut für Erneuerbare Energie. Sie arbeitet seit einem Jahr mit dem Südtiroler Unternehmen Leitner zusammen, das auf Seilbahntechnologien spezialisiert und weltweit tätig ist. Gemeinsam suchen sie nach Lösungen, um Photovoltaik-Anlagen in die neuen, von der Firma Pininfarina designten Kabinen, und in die neuen Sesselliftstationen der Unternehmensgruppe zu integrieren.

Die Station einer Aufstiegsanlage in Zermatt in der Schweiz mit integrierter Photovoltaik-Anlage. © Leitner

„Zuerst haben wir die derzeit auf dem Markt verfügbaren Technologien mit den passenden Eigenschaften für diesen speziellen Kontext katalogisiert“, erzählt Maturi. Die Module müssen nämlich flexibel sein, um auf die vielen gekrümmten Flächen zu passen, sie müssen leicht sein, um die Struktur nicht noch zusätzlich zu beschweren und die Schneebedeckung sollte kein Problem darstellen.

In einer Fallstudie für die Tal- und Bergstation eines Sessellifts der Firma Leitner in Österreich, haben die Forscher zwei alternative Integrationsprojekte vorgeschlagen, beide mit hochmodernen Photovoltaikmodulen, die in Italien hergestellt wurden. Laut den durchgeführten Simulationen beträgt die jährliche Leistung der Photovoltaikanlagen mehr als 20.000 kWh pro Station.

„Damit die Firma Leitner diese Simulationen selbstständig durchführen kann, haben wir eine Software entwickelt – technisch gesehen handelt es sich dabei um ein Simulationsmodell", erklärt Laura Maturi. „Damit können die Planer des Unternehmens mit wenigen Klicks die Maße der Kabinen und Stationen eingeben und verschiedene Typen von Photovoltaikmodulen auf bestimmten Flächen integrieren. Mithilfe einer internationalen Open-Access-Datenbank mit Wetterdaten kann die tägliche, monatliche und jährliche Leistung der integrierten Photovoltaik-Anlage bei allen klimatischen Bedingungen weltweit simuliert werden.

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